Innovationsdynamik Thüringer Unternehmer ungebrochen

Thüringer Betriebe wollen ihre Anstrengungen im innovativen Bereich verstärken. Jeder dritte Unternehmer plant diesbezüglich neue Projekte und Aktivitäten. Probleme bereiten jedoch schon jetzt der Mangel an Fachkräften sowie eine sich verschlechternde Finanzierungssituation, geht aus einer Umfrage der IHK-Organisation zur betrieblichen Forschung und Entwicklung hervor. Unter den rund 1100 befragten deutschen Unternehmen waren auch 50 aus Thüringen.
"Die Unternehmen arbeiten weiter hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit", sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Erfurt, Gerald Grusser, am Dienstag in Erfurt. Die Innovationsdynamik bleibe dabei weiterhin hoch: knapp 37 Prozent aller Betriebe würden ihre Anstrengungen in den nächsten zwölf Monaten erhöhen, 59 Prozent planten keine Veränderung und lediglich 4 Prozent müssten eine Verringerung oder Streichung entsprechender Aktivitäten vornehmen.
"Die Modernisierungspläne der Betriebe zeugen von der immer noch vorherrschenden Geschäftszuversicht und den guten Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Innovation am Standort", sagte der IHK-Chef. Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme drohten allerdings die expansiven Absichten der Betriebe in Zukunft einzuschränken.
Vor allem das Fehlen von Spezialisten schlage auf die Innovationsfähigkeit durch. "Gut 55 Prozent der Befragten berichten bereits aktuell von Beeinträchtigungen durch den Mangel an Fachleuten. Diese deutliche Einschränkung des Innovationspotenzials der Firmen wird auch mittelfristig Bestand haben - gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels", sagte Grusser.
Auch die Finanzierungssituation spitze sich zu. Nur noch 9 Prozent aller Betriebe berichteten von verbesserten und 55 Prozent von gleichbleibenden externen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Innovationsprojekte im Vergleich zum Vorjahr; 21 Prozent hingegen von Verschlechterungen. Dabei würden mittlerweile 15 Prozent aller Betriebe gar keine externen Gelder mehr erhalten. Dies bedeute in der Rückschau seit 2009 eine kontinuierliche Verschlechterung der Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationsvorhaben.
Die angespannte Situation treffe mittelständische Firmen noch härter als größere Unternehmen und bekräftige die Bedeutung einer soliden Eigenkapitalausstattung - 45 Prozent der Betriebe bezahlten ihre Projekte bereits überwiegend aus dem Eigenkapital.
Weitere Informationen unter: http://www.regioweb.de/details/meldung/innovationsdynamik-thueringer-unternehmen-bleibt-ungebrochen/?tx_ttnews[backPid]=180&cHash=5bc753a8589b42581082db54ae894078 Quelle: Regioweb
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