15 Projekte aus EXIST Transfair gestartet

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird ab diesem Sommer 15 Arbeitsgruppen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen fördern, damit diese ihre Forschungsergebnisse zu hoch innovativen Produkten weiterentwickeln und ein eigenes Unternehmen gründen können. Sie überzeugten in der ersten Runde der Maßnahme EXIST-Forschungstransfer die beiden unabhängigen Jurys mit herausragenden Produkt- und Ausgründungskonzepten.
Zu den Gründungsvorhaben gehören unter anderem eine neuartige Wasserradtechnologie, mit der die Energiegewinnung an vielen kleineren Flüssen wirtschaftlich werden kann und ein computergestütztes Navigationssystem für Weichgewebeoperationen, das Operationen an Organen erleichtern soll.
EXIST-Forschungstransfer hat das BMWi im Zuge der Hightech-Strategie der Bundesregierung aufgelegt. Es soll den für technologieorientierte Gründungsvorhaben risikobehafteten, oft nur schwer finanzierbaren Weg vom Labor zum Markt effektiv erleichtern.
Kennzeichnend für EXIST-Forschungstransfer ist die Unterstützung in zwei Phasen: Die angehenden Gründerinnen und Gründer entwickeln zunächst noch an ihrer Hochschule bzw. Forschungseinrichtung die Produkte bis zum sog. Nachweis der technischen Machbarkeit und arbeiten ihr Geschäftskonzept aus. Mit der anschließenden Gründung erhalten sie einen weiteren Zuschuss, der die ersten Schritte zum Unter¬nehmensaufbau und vor allem die Investorensuche erleichtert.
Die ausgewählten Gründerinnen und Gründer überzeugten die beiden hochrangig besetzten Jurys unter Vorsitz von Prof. Dr. Martha Lux-Steiner vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie und Prof. Dr. Volker Saile vom Karlsruher Institut für Technologie in zweifacher Hinsicht: Sie präsentierten ihre technologisch anspruchsvollen Produktkonzepte, die oft auf mehrjähriger Forschung aufbauen, sowie sich selbst als unternehmerisch denkende Persönlichkeiten. Gefragt waren dabei, so die einhellige Auffassung in den Jurys, technisch exzellente Lösungen, die zugleich Kunden überzeugen und einen Wettbewerbs¬vorsprung bieten können.
Der Stichtag zur Einreichung von Skizzen für die zweite Runde von EXIST-Forschungstransfer ist der 30. Juni 2008. Pro Jahr sollen rund 25 Ausgründungsvorhaben initiiert werden. Hierfür stehen in den kommenden vier Jahren insgesamt 40 Mio. Euro bereit.
Ausgründungsvorhaben:Projektkoordination Gründungsvorhaben
Daniel Mahlmann
RWTH Aachen InCellTec - Interferenzmikroskopisches Verfahren zur besseren Abbildung mikroskopischer Objekte; Dr. Martin Buchholz
TU Berlin Wettbewerbsfähiges System zur solaren Beheizung und Kühlung von Gebäuden; Sebastian Knorr
imcube Media - Stereoskopische 3D-Konvertierung für die Film-, Video- und Werbeproduktion;
Dr. Hans-Markus Wenzel
Freie Universität Berlin Produkt zur Diagnostik der Alzheimer Krankheit; Christian Seidel
TU Braunschweig Weiterentwickelte Wasserradtechnologie; Dr. Henning Heuer
Fraunhofer Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren, Dresden MOTUR - Gerät zur Messung von Oberflächengradienten in Turbinenwerkstoffen; Stefan Schwab
Universität Erlangen-Nürnberg BEST-Prozess - Nachhaltige biotechnische Pflanzen¬schutzmittel und Optimierung des Produktionsprozesses; Dr. Stephan Barcikowski
Laser Zentrum Hannover e.V. Particular - Verfahrensentwicklung zur wirtschaftlichen Produkt hochreiner Nanomaterialien mittels Laserabtrag in Flüssigkeiten; Dr. Jörg Hähner
Leibniz Universität Hannover Volavis - Smart Cameras for Retail Analysis; Matthias Baumhauer
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg Insight Surgery - Computergestütztes Informationssystem für Weichgewebeoperationen;
Marc Jäger
Universität Karlsruhe (TH) Vitalparametersensoren Notfallsystem zur laientauglichen Überprüfung und Beurteilung von Vitalparametern plötzlich bewusstloser Personen; Dr. Felix Winkelmann
FH Köln Thermo-Fill - Bessere Kunststoffe durch HighTech-Additiv-Systeme; Dr. Volker Luibl
Ludwig-Maximilian-Universität MünchenBIO STEM TEC - Regenerative medicine Entwicklung von stammzellbasierenden Therapieprodukten für den veterinärmedizinischen Markt; Joachim Stehr
NANOSTOVE - Kostengünstiges DNA-Analyse-Instrument; Ingo Karb
Universität StuttgartCompositence - Textilverfahren zur wirtschaftlichen Herstellung von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen unter Beachtung der Gesamtprozesskette
Kontakt und weitere Informationen:Projektträger Jülich (PTJ)
Herr Dietrich Hoffmann
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel.: 030/20199-421
E-Mail: ptj-exist-forschungstransfer@fz-juelich.de
Internet: www.exist.de
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